Bläck Fööss - Jommer noh hus ... oder solle mehr blieve?

Achtung hier kommt das neue Album der Bläck Fööss.

Der Urknall aller kölschen Bands steht in diesem Jahr seit 38 Jahren auf der Bühne. „Jommer noh Hus oder solle mer blieve“ ist das 32. Studioalbum der Fööss.

 

„Jommer noh Hus“ heisst auch der diesjährige Sessionstitel der Bläck Fööss und ist somit Namensgeber für das neue Album. Das Album ist rund herum gelungen und auf musikalisch hohem Niveau produziert.

Zum „Gute-Laune-haben“ eignen sich die beiden Titel „Jommer noh Hus“ und „Let’s dance“ (ein kölscher Mambo) am besten. Aber in ihrer typischen Art greifen die Bläck Fööss auf dem neuen Album auch wieder stadtpolitische Themen auf.

In „Weetslück“ geht es um die Krise der Kneipen und Wirtschaften, weil immer mehr Menschen mit Bierflaschen in der Öffentlichkeit zu sehen sind und nicht mehr in die Kneipen gehen.

„Mir sin et Volk“ ist die musikalische Antwort der Fööss auf einen Ratsbeschluss im letzten Jahr, der die Volkssitzung auf dem Neumarkt verbieten wollte. Als am Rosenmontag viele Karnevalisten und Jecke mit einer schwarzen Pappnase ihren Unmut über diesen Beschluss äußerten, kam wieder Bewegung in das Thema und schließlich findet die Volkssitzung auf dem Neumarkt doch wieder statt.

„Ävver bitte, bitte met Jeföhl“ beschreibt das Gefühl der Bläck Fööss und vieler Besucher, dass sich der 11.11. und der Karneval generell in eine Richtung entwickeln, die dem ursprünglichen Sinn des Karnevals immer weniger entspricht.

Fast sakrale Klänge hören wir im Titel „Ich wör su jän ens Weihbischof“. Mit einem dicken Augenzwinkern versetzt sich Sänger Kafi Biermann in die Rolle eines Weihbischofs. So einen Titel können nur die Bläck Fööss machen.

Beschwingter geht’s dann mit dem Song „Met d’r Harley op Jöck“, gesungen von Erry Stoklosa, weiter. Auch hier gibt es zum Ende des Songs eine überraschende Wendung. „Zollstock“ ist die liebevolle und nicht weniger lustige Hommage an einen „eher unterbelichteten“ Stadtteil von Köln.

In „Dreckelich Kaff“ geht es um die authentische Geschichte eines Kölners, der seit langen Jahren in Australien lebt. Sein Leben dort ist trostlos und das Heimweh nach Köln drückt auf seine Stimmung.

Eine geschichtliche Aufarbeitung der Beziehungen zu unseren westlichen Nachbarländern bietet der Titel „Zwesche Kölle, Brabant und Flandern“.

Was wäre passiert wenn Elvis Presley am Rosenmontag nach Köln gekommen wäre? Die Antwort darauf gibt Sänger Peter Schütten mit „Eine am Sender“.

Der Titel „Jede Misch“ thematisiert die Umweltprobleme unserer Welt.

In „Her domet“ geht es um Menschen, die alles für sich in Anspruch nehmen und den Mitmenschen rücksichtlos gegenübertreten.

„Widdersin“ ist eine gefühlvolle Ballade, die das Kennenlernen eines Menschen beschreibt, den man am nächsten Tag unbedingt wieder sehen möchte.

Im Kräztje „Dä ein sät su, dä andere su“ zeigen die Fööss einmal mehr ihr komödiantisches Talent und treiben den Zuhörern Lachtränen in die Augen.

Die wenigsten wissen, dass die Bläck Fööss, damals unter ihrem Namen The Stowaways den Titel für die Kinder-Fernsehserie „Hey, hey Wickie“ gesungen haben. Hier Bonus-Track auf der CD.

 

Das Album „Jommer noh Hus …oder solle mer blieve“ ist ab dem 28.11.08 überall im Handel erhältlich. 

 

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